Aloe Vera
Aloe vera wächst stammlos oder mit kurzen Stämmen, ist sprossend und bildet dichte Gruppen. Der Stamm erreicht einen Umfang bis zu 30 Zentimeter. Die etwa 16 lanzettlich-verjüngten Laubblätter sind dicht rosettig am Stamm angeordnet.
Einer der Hauptwirkstoffe ist das Acemannan, ein langkettiges Polysaccharid. Diese Substanz, die in der Zahnmedizin auch als Gebisskleber benutzt wird, kann jedoch nur über den Magen-Darm-Trakt in den Körper aufgenommen werden, wenn als natürlicher Bestandteil das reine Blattmark verwendet wird.
Anwendungsgebiete:
- Äußerliche Anwendung bei Abszessen, Akne, Fußpilz, Neurodermitis, Herpes, schlecht heilenden Wunden, Prellungen (Blaue Flecken), Ekzemen, Schuppen, Haarausfall.
- Zur Linderung von kleinen Verbrennungen (z. B. Sonnenbrand) oder Neurodermitisbeschwerden dient Aloe vera als Hausmittel. Dazu können einige Zentimeter eines Blattes abgeschnitten, die Kanten entfernt und das Blatt quer geteilt werden. Das Gel kann dann direkt auf die Haut aufgetragen oder, wenn eine längere Einwirkung erwünscht ist, kann das Blatt mit einem Verband fixiert werden. Die Wirksamkeit von Aloe vera Linné bei äußerer (und innerer) Anwendung wird derzeit kontrovers diskutiert.
- Weitere Anwendungsbereiche sind Arthritis, Gicht, Ischialgie, Fibromyalgie, Rheuma und Probleme des Magens, der Niere und der Bauchspeicheldrüse sowie Arteriosklerose und Angina Pectoris. Wissenschaftliche Belege der Wirksamkeit für diese Anwendungsgebiete fehlen allerdings.
- Zahnmedizin: Aloe-vera-haltige Zahncreme soll der Parodontitis entgegenwirken.