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Dienstag, 07. August 2012

Damit das Make-up nicht baden geht!

Schwimmen, tauchen, schwitzen, duschen… nach einigen Stunden ist jede herkömmliche Wimperntusche zum Faschingslook verlaufen und jeder Lippenstift verwischt. Wer sich im Sommer darauf verlassen will, dass alles genau da bleibt, wo es hingehört, kommt an wasserfestem Make-up nicht vorbei (zumindest, wenn man kein Permanent Make-up machen lassen will). Die  Rettung? – Wasserfeste Produkte (Achtung: ist ein Produkt nur als „wasserabweisend“ ausgewiesen, heißt das nicht „wasserfest“!).

Wasserfestes Make-up besitzt eine höhere Pigmentierung mit niedrigerem Wasseranteil und lässt Lidschatten und Co daher länger haften. Das wird dadurch erreicht, dass die Farbe mit flüchtigen Essenzen verbunden wird, die nach dem Auftragen verdunsten, sodass nur die Farbschicht zurück bleibt. Was wasserfeste Lidschatten betrifft, werden die alle auf Creme-Basis hergestellt, da die Variante aus Puder Hitze und Wasser nicht standhalten kann.

Wobei: Annähernd 100 Prozent Wasserfestigkeit gibt es nur bei Mascara – hier wurden Produkte entwickelt, die mittlerweile sogar ein paar Tauchgänge überstehen. Auch 100-prozentige Grundierungen werden bereits angeboten (auf der ganz sicheren Seite ist „frau“ allerdings erst, wenn sie sich ein Fixierpuder zulegt, welches das Make-up wirklich hundertprozentig wisch- und wasserfest macht).

Auch Eyeliner (für alle, die keinen Kajal mögen), Browliner und Lipliner diverser Marken werden bereits als „24-Stunden-Produkte“ beworben – da heißt es ausprobieren, ob das für die eigenen Anforderungen auch zutrifft.

Rouge dagegen wird einen Zehn-Stunden-Sommertag nie überstehen – Wunder gibt es auch in der Kosmetik nicht. Wer Wert auf makelloses Aussehen legt, sollte selbst „wasserfestes“ Make-up nach der Aktivität im Wasser erneuern. Gegen das Abrubbeln mit dem Handtuch ist sowieso keine noch so wasserfeste Farbe gefeit.

Um eine solche langanhaltende Farbenpracht wieder zu entfernen, sind spezielle Reiniger mit zusätzlichem Ölanteil nötig. Wasserfeste Mascara lässt sich z. B. mit einer 2-Phasen-Öl-in-Wasser-Emulsion entfernen. Den Rest wischt man am besten mit einer milden Reinigungsmilch oder speziellen Reinigungstüchern und sehr warmem Wasser weg. 

Wer zu fettiger Haut neigt, muss das ganze Gesicht nach dem Abschminken mit Öl nochmals gründlich reinigen, um auch die Wangenpartie vom Ölfilm zu befreien. Nur so sind Pickel und Mitesser zu vermeiden.

Wichtig ist, auch unter dem Makeup einen Lichtschutzfaktor aufzutragen und den gut einwirken zu lassen. Oder ein Make-up zu verwenden, in dem der Sonnenschutz bereits integriert ist (wie bei einem Sonnenschutzmittel wird man damit trotzdem braun, aber nicht so schnell). Auf keinen Fall darf man Gloss verwenden – das kann in der Sonne wie Glas wirken und die Lippen fürchterlich aufbrennen (und das tut sehr weh!). Und: Achtung, dass vor allem rund um die Augen wieder abgeschminkt wird, da sonst Lidentzündungen oder ähnlich Unangenehmes wahrscheinlich sind…

“Everything you can imagine, nature has already created.”

Albert Einstein