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Mittwoch, 29. August 2012

Perfekt geschminkt – auch mit Brille!

Jede gut ausgesuchte Brille stellt eine optische Bereicherung für das Gesicht dar – aber eben auch einen Zusatz. Man darf sich also nicht gerade mit Farben schminken, die zur Farbe der Brille, die man trägt, nicht passen. Bei neutralen Gestellen ist das natürlich kein Problem, wer jedoch ein Gestell z. B. in Rot trägt, wird schnell feststellen, dass sich Rot (vom Rouge oder Lippenstift) und Rot nicht immer vertragen… Wenn sich mitten im Gesicht zwei Farben schlagen, tut das „weh“ und macht es jedem sensiblen Gegenüber schwer, einem in die Augen zu sehen.

Apropos Augen: Bei Kurzsichtigkeit über zwei Dioptrien erscheinen die Augen hinter den Brillengläsern kleiner, ja sogar die gesamte Augenpartie wirkt für den Betrachter verkleinert – dessen muss man sich beim Schminken bewusst sein. Hinzu kommt noch die optische Ablenkung durch die Anwesenheit des Brillengestells.
Das Schöne daran: Diese optische Verkleinerung ermöglicht es einem, Augenmakeups zu tragen, die ohne Brille, also in der Originalgröße der Lider, zu bunt, zu ausladend, zu plakativ, in welcher Weise auch immer zu viel wären. Aber kaum setzt man die Brille auf, schaut es super aus! Das AMU ist nach wie vor da, in allen Nuancen und Facetten, nur eben merklich gemäßigter.
Natürlich muss das jeder mit seinem persönlichen Geschmack vereinbaren, man sollte aber keinem Experten trauen, der nur leichte gedeckte Farben für die Augen hinter der Brille empfiehlt, sondern selbst mutig in die Tiegel und zu den Stiften greifen: Brille tragen heißt nicht, seine Augen nie mehr betonen zu dürfen!

No-gos: Da jede Brille den Raum vor den Augen begrenzt, gehen „Scheibenwischerwimpern“ nicht – aber das ist eben ein Fakt, den auch Nicht-Brillenträgerinnen von ganz normalen Sonnenbrillen her kennen: Kein Platz!
Und: Rouge unter der Brille kann durch den Lupeneffekt leicht fleckig wirken – den Akzent besser erst darunter setzen.

Weitsichtige Augen sind schwieriger zu schminken, da sie hinter den Gläsern vergrößert erscheinen und somit leicht zu „Fischaugen“ werden. Experten empfehlen, die Wimpern mit schwarzer oder dunkelbrauner Farbe zu tuschen, das lässt die Augen ein wenig kleiner erscheinen – aber bitte nicht zu voluminös zu tuschen, da die Brille den Effekt ja noch verstärkt. Wer zu dunklen Schatten unter den Augen neigt (die ja auch größer erscheinen!), kann den inneren Augenwinkel mit einem weißen Kajal aufhellen und die Augenringe mit hellem Make-up abdecken.
Bei Weitsichtigkeit sind bunte, ausladende Farben im Augenbereich eher tabu, besser dunkle, erdige Töne beim Lidschatten verwenden und diesen nur bis zur Lidfalte auftragen. Gut wirkt es auch, wenn man den Farbton der Brille im Lidschatten aufnimmt.
Gemein ist eine Kombination aus Weit- und Kurzsichtigkeit an beiden Augen. Trägt man damit eine Brille, muss man sein Make-up entweder an beiden Augen unterschiedlich adaptieren oder darauf verzichten.

Abgesehen vom Make-up selbst, hat die Natur noch eine weitere Riesenhürde für Fehlsichtige beim Schminken eingebaut: Man sieht sich nicht scharf! Es ist einfach verdammt nervig, wenn man drei Zentimeter vom Spiegel entfernt ist und trotzdem nicht richtig sieht, ob der Eyeliner nun perfekt platziert ist oder man wieder einmal „danebenschminkt“.
Eine Lösung stellt die Schminkbrille dar, mit der man alles schärfer und in vergrößerter Darstellung sieht. Um mit der Brille auf der Nase komfortabel schminken zu können, ist es zudem möglich die Gläser nach unten zu klappen, damit man mit den Werkzeugen optimal an die richtigen Stellen gelangt.
Die andere Möglichkeit sind Schminkspiegel – weniger die kleinen Taschenspiegel, die man irgendwie halten muss und nur einen Teil des Gesichts zeigen, das ist nervig. Am besten funktioniert ein Kosmetikspiegel aus Metall mit einem stabilen, runden Fuß. Dazu braucht man Tageslicht von vorne, weil die Farben bei künstlichem Licht immer anders aussehen und leicht zum kräftigen Abendmakeup werden. Die Krönung stellt sicherlich ein Kosmetikspiegel mit integriertem Licht dar, dann hat man wirklich alles in jeder Situation in Griff!

“Everything you can imagine, nature has already created.”

Albert Einstein