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Mittwoch, 29. August 2012

Sommer, Sonne, Spliss im Haar – aber bitte nur wenig Silikon!

Die sommerliche Urlaubszeit ist für unsere Haare alles andere als eine Erholung: UV-Strahlen schädigen die Eiweißstruktur im Haarinneren, Wind, Chlor und Salzwasser fressen sich richtig ins Haar hinein und trocknen es zusätzlich zur Hitze aus: Der gesunde Glanz verliert sich, die Spitzen brechen und die Farbintensität lässt nach. Müde, matte, strohige Mähnen mit Spliss sind die sichtbare und nicht seltene Folge, vor allem, wenn koloriert wurde.

Nun braucht unser Haar eindeutig eine Extraportion Pflege  – und das besser ohne Shampons und Kuren, die Silikon enthalten, denn die können das Haar auf die Dauer wirklich ordentlich schädigen! Sind z. B. diese Substanzen enthalten, handelt es sich um Silikone: Diverse Dimethicone, Cyclomethicone, Amodimethicone, Polymethylsiloxan, Quaternium 80 und vieles mehr.

Silikone legen einen „Film“ ums Haar und bringen es so zum Glänzen. Das ist leider nur anfangs schön – mit der Zeit wird das Haar umso stärker kaputt. Auf natürlichem Weg kann man Silikone fast nicht mehr auswaschen. Mit jeder Haarwäsche reichert sich mehr und mehr Silikon im Haar (und auch auf der Kopfhaut) an. Das Haar wird beschwert und hängt zunehmend schlapp herunter. Fehlendes Volumen und zusammenfallende Frisuren sind die Folge. Was bleibt, ist ein Umstieg auf silikonfreie Mittel (sofern man durch den „Labello-Effekt“ nicht schon süchtig ist) – aber wie bekommt man das Silikon wieder raus? Eine Lösung sind die so genannten „Clearing Shampoos“, die die Stoffe wieder auswaschen. Diese teuren Spezialshampoos enthalten jedoch wie Waschmittel für die Kleidung Tenside, die das Haar natürlich weiter strapazieren…

Was also tun? – Vor allem:  Das Haar möglichst wenig zusätzlich beanspruchen. Färben, Glätten, tägliches Waschen mit heißem Wasser, Föhnen und ständiges Frisieren tut ihm nicht gut. Zweite Regel: Keine Radikaldiät und genügend Eiweiß über die Ernährung zu sich nehmen.  Dritte Regel: Das Haar braucht eine Kur – und die kann notfalls auch aus Hausmitteln gefertigt sein. Man kann z. B. ein Eiweiß steif schlagen, einige Spritzer Zitronensaft unterrühren und das ganze 15 Minuten einwirken lassen. Auch das soll helfen und Haare zum Glänzen bringen. Oder Olivenöl in die Spitzen einmassieren, Handtuch drüber und einwirken lassen. Oder mit Bier spülen (nicht auswaschen – der Geruch verflüchtigt sich schnell und die neue glänzende Festigkeit bleibt). Eine zerdrückte Banane kann die Haare in Kombination mit einem Esslöffel Mandelöl glatter und kämmbarer machen… Es gibt viele weitere Mittel und Kombinationen, die in zahlreichen Internet-Foren diskutiert werden.

Am besten hilft aber natürlich professionelles Know-how: Friseure und/ oder Markenfirmen offerieren Wasch- und Pflegeprodukte für helles, dunkles, dünnes, kräftiges lockiges, langes, trockenes, koloriertes… Haar, die oft großartige Wirkung zeigen. Und ganz im Ernst: So sehr das tägliche Silikon beim Haarewaschen und -pflegen abzulehnen ist – einmal zwischendurch hat es wenig unangenehme Nebenwirkungen. Und eine Wirkung, die in Bezug auf Kämmbarkeit, Trockenheit, Glanz und Sprungkraft durchaus sensationell sein kann.

“Everything you can imagine, nature has already created.”

Albert Einstein