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Über Schlafstörungen & erholsamen Schlaf

Sonntag, 29. November 2015

Über Schlafstörungen & erholsamen Schlaf

Schlaf ist absolute Grundvoraussetzung für ein körperliches und seelisches Wohl. Trotzdem messen wir ihm oft nur eine untergeordnete Bedeutung zu oder sehen ihn gar als lästige Unvermeidlichkeit. Da jeder Mensch aber etwa ein Drittel seines Lebens schlafend verbringt, sollte man seine Wichtigkeit nicht unterschätzen. Das bemerkt man vor allem, wenn Schlafstörungen auftreten.

Sehr lange wurde Schlaf als inaktiver Zustand betrachtet, in dem mit dem Körper nichts geschieht. So hatte er früher auch oft eine Sonderstellung zwischen Leben und Tod. In der griechischen Antike wurden Schlaf und Tod als Brüder angesehen, der Tod als vollkommener Schlaf. Erst im Römischen Reich wurde erkannt, dass der Schlaf vom Gehirn gesteuert wird. So meinte man, dass er für die Regeneration des Gehirns essentiell wäre. Erst mit dem Aufkommen von Hirnscans wurde festgestellt, dass es sich um einen sehr dynamischen Prozess handelt, bei dem sich einzelne, zyklisch wiederkehrende Phasen abwechseln.

Im Gehirn enfalten sich komplexe Vorgänge, aber auch die einzelnen Organsysteme verändern sich je nach Schlafphase. Zudem kommt es zur Ausschüttung einzelner Hormone, andere werden unterdrückt.

Theorien, warum der Mensch schlafen muss, gibt es viele. Manche meinen, dass es um die Energie konservierende Wirkung des Schlafes ginge, auch die Regeneration der Organe oder die Verarbeitung der am Tage durch das Gehirn aufgenommenen Informationen werden diskutiert. Trotz all dieser Theorien gibt es aber bis heute keine wirkliche Erklärung, warum der Mensch schläft.

Wie wichtig regelmäßige und ausreichend lange Schlafphasen sind, erkennt man am drastischsten, wenn Schlafstörungen auftreten. Zunächst vermindert sich die Lebensqualität. Das kann die Leistungsfähigkeit um bis zu 70 Prozent verringern. Halten die Störungen an, treten oft Krankheiten auf. In ganz extremen Fällen kann das sogar zum Tod führen.

Schlafstörungen haben viele Ursachen. Und sie sind gar nicht so selten. Etwa ein Viertel der Menschen in Mitteleuropa leidet auf die eine oder andere Weise unter Schlafstörungen. Etwa 10 Prozent der Bevölkerung kämpfen mit chronischen Störungen, die länger als drei Monate andauern. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Körperliche Ursachen wie etwa Schmerzerkrankungen oder äußere Umstände wie bspw. Schichtarbeit können ebenso eine Ursache dafür sein wie psychische Belastungen durch Stress, Schwierigkeiten oder psychischen Krankheiten.

Nicht immer muss man gleich zum Arzt. Als Merkregel gilt: Können Sie drei Mal pro Woche nicht einschlafen oder ruhig durchschlafen, erwachen sie immer sehr früh am morgen oder sind sie ständig müde? Dann holen Sie sich am besten professionellen Rat.

In vielen anderen Fällen sorgen kurzfristige Belastungen (Jetlag) oder Umwelteinflüsse (Licht) für schlechten Schlaf. In solchen Fällen gibt es ein paar Tricks, mit denen man wieder einmal eine Nacht lang durchschlafen kann:

  • Oft hilft es schon, wenn man sich selbst die Frage stellt, warum man nicht einschlafen kann. Schlafhygiene ist das Stichwort. Wie ruhig ist es im Schlafzimmer, wo steht der Fernseher, ist das Zimmer dunkel genug, etc.

  • Verzichten sie auf anregende Getränke. Auch Alkohol muss vermieden werden. Letzterer macht zwar schläfrig, stört aber den Schlaf an sich. Nikotin und Koffein sollten abends auch vermieden werden. Sie putschen auf und man schläft schlechter ein. Denken Sie auch daran, abends nicht zu viel zu essen. Mit vollem Magen schläft es sich schlecht.

  • Abendliche Rituale, mit denen der Körper auf die Nachruhe vorbereitet wird, können Wunder wirken. Gehen Sie täglich zur gleichen Zeit schlafen und machen Sie davor immer dasselbe.

  • Kein Sport kurz vor dem Schlafen. Anstrengende körperliche Aktivität kurbelt den Kreislauf an und macht munter. Der Abbau von Stress funktioniert mit Sport zwar hervorragend, doch sollte man in den späteren Abendstunden darauf verzichten. Das gleiche gilt für geistig sehr anstrengende Tätigkeiten. Beschäftigen Sie sich besser nicht mit Problemen oder aufregenden Dingen. Außer Sie wollen noch lange wach liegen.

  • Auch ätherische Öle können helfen. Es gibt bestimmte Öle und Mischungen, die besonders entspannend wirken und so das Einschlafen erleichtern. (Ausgewählte Aromatherapieprodukte finden Sie auch hier.)

“Everything you can imagine, nature has already created.”

Albert Einstein