Color-Correcting – Hautkorrekturen mit Make-up

Dienstag, 16. Januar 2018

Color-Correcting – Hautkorrekturen mit Make-up

Kein Mensch hat makellose Haut oder einen perfekten Teint. Kleine Hautunreinheiten, Pickel, Augenringe und Co. kommen einfach vor — aber wäre es nicht wunderbar, wenn wir diese kleinen Makel einfach verschwinden lassen könnten?

Die gute Nachricht ist, dass das wirklich geht und zwar mit einem gefinkelten Trick, dem Color-Correcting. Dabei handelt es sich um eine Make-up-Technik, die auf den Prinzipien der Farbenlehre basiert. Die Idee ist dabei denkbar simpel: Komplementärfarben, also solche, die sich im Farbkreis gegenüberstehen, heben sich auf, wenn sie kombiniert werden. Rot neutralisiert also grün, gelb hebt blau auf.

Eine Farbe wird beim Color-Correcting mit ihrer Komplementärfarbe ausgeglichen. So können Rötungen, fahler Teint, Augenringe und vieles mehr hervorragend neutralisiert werden.

Vorgehensweise

Color-Correcting wird immer nach der Tagespflege angewandt. Das Wichtigste dabei ist, dass man alle Farben perfekt miteinander verblendet. Es geht schließlich darum, die bunten Farbtöne mit der Haut verschmelzen zu lassen. Sie sollen nicht als einzelne Farben sichtbar sein. Deshalb sind harte Linien zu vermeiden. Das heißt auch, dass man cremige Texturen zuerst mit einem Pinsel oder Appikator aufträgt und dann mit einem kleinen Schwamm gut einarbeitet. Nach einer kurzen Einwirkzeit macht man dann ganz normal mit Foundation oder Make-up und Co. weiter.

Vier Grundtöne

Für das Color-Correcting werden vier Farben eingesetzt: Grün, Gelb, Lila und Pfirsich. Diese vier bilden die Grundtöne; mehr braucht man nicht. Schauen wir uns die vier Farben etwas genauer an:

Grün

ist die Komplementärfarbe zu Rot, weshalb ein grünstichiger Concealer am besten bei Rötungen, kleinen Pickeln, roten Äderchen ... eingesetzt wird. Bei großflächigen Rötungen ist ein grüner Primer besser als ein Concealer.

Gelb

neutralisiert Blau und Violett. Damit kaschiert man also am besten dunkle Augenschatten und einen fahlen Teint. Wichtig ist dabei, die Komplementärfarbe nur auf den tatsächlich dunklen Stellen anzuwenden. Bei einem generell eher bläulichen Hautunterton empfiehlt sich eine Foundation mit Gelbstich. Bei sehr heller Haut ist ein hellgelber Ton, bei eher dunklerer Haut eine Foundation mit stärkerem Orangeanteil empfehlenswert.

Lila

hilft sowohl bei Pigmentflecken als auch bei Augenschatten. Diese Farbe eignet sich optimal, um müde, leicht gelbstichige Haut wieder zum Strahlen zu bringen. Ist man gestresst oder gesundheitlich angeschlagen, vollbringt Lila als Basis unter dem Make-up kleine Teintwunder.

Pfirsich

wirkt, wie auch Rosé, wie eine Frischekur für müde Haut. Diese Farben bringen bei heller Haut auch die Augenpartie zum Strahlen. Ebenso können mit diesen beiden Farben Pigmentflecken bzw. bläuliche oder grünliche Stellen kaschiert werden.

Unterschiedliche Darreichungsformen

Natürlich gibt es für diese Farben verschiedenen Darreichungsformen. Darunter sind z. B.:

  • Farbstifte
  • Farbpaletten
  • Kompaktpuder (die oft auch gleich mehrere Komplementärfarben vereinen)
  • cremige Produkte
  • ...

Welches Produkt man auch verwendet, wichtig ist, dass man es gezielt auf die Problemstellen aufträgt, denn nur so können sie ihre neutralisierende Wirkung entfalten. Z. B. haben cremige Produkte eine starke Deckkraft. Sie eignen sich hervorragend, um punktuell Makel zu korrigieren. Für großflächige Korrekturen ist ein Kombiprodukt am besten.