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Mittwoch, 03. Oktober 2012

Männerhaut ist anders!

Kennen Sie das auch? – Ihre Tagescreme schmilzt geradezu unheimlich schnell dahin, Sie stellen Ihre Tochter zur Rede, die hat diesmal aber WIRKLICH nichts damit zu tun.  Und dann entdecken Sie eine bisher unbekannte, seltene Zartheit im Gesicht des Partners… Ja, offensichtlich hat  „Mann“ still und heimlich die Segnungen der Hautpflege (abseits der Rasur!) entdeckt. Aber tun Damencremes der Männerhaut auch wirklich gut?

Männerhaut ist nämlich anders: Sie ist um bis zu 20 Prozent dicker, robuster, grobporiger, intensiver durchblutet, säurehaltiger (PH-Wert), kaum faltenanfällig und mit weniger Unterfett ausgestattet. Damit lässt sich der Sonne und anderen Umwelteinflüssen leichter die Stirn bieten, ohne dass sich die Haut allzu schnell in Falten legen würde. Bis zum Alter von 35, 40 Jahren kann „Mann“ daher gut und gerne mit „Wasser und Seife und sonst nix!“ prahlen – aber dann? Anstatt wie früher laut schreiend davon zu laufen, wenn sich die Frau mit ihren Freundinnen über Pflegeprodukte ausgetauscht hat… vergreift er sich jetzt tatsächlich an der Hautcreme seiner Teuersten!

Spätestens mit 40 verliert die männliche Haut nämlich ihre Fähigkeit, genügend Feuchtigkeit zu binden. Häufige Probleme der männlichen Haut sind außerdem Fettglanz und Pickel bei fettigen Hautpartien (viele Männer haben eine erhöhte Talgproduktion), manchmal ist die Haut aber auch zu trocken und schuppt sich.

Thema Talg: Pflegeprodukte, die speziell für Männer entwickelt wurden, enthalten – anders als die Cremes für Frauen – oft Zink oder Silicium. Meist sind es fettfreie Gels, die nicht nur Feuchtigkeit spenden, sondern die Haut auch mit speziellen Inhaltsstoffen klären und desinfizieren, indem sie antibakteriell wirken und das Wachstum von hautreizenden Bakterien hemmen.
Fazit 1: Die Cremedose der Gattin oder Freundin zu plündern, wird hier keine Abhilfe schaffen.

Thema trockene Haut: Ja, nach jahrelangem „Wasser und Seife und sonst nix!“ bzw. einem Zuviel an alkoholhältigem Rasierwasser wird auch die dickste männliche Haut in Mitleidenschaft gezogen und beginnt, zu spannen und sich zu schuppen. Das Alternativprogramm heißt rückfettende Waschlotionen statt kerniger Seife – damit wird die Haut schon beim Waschen mit Fett versorgt, sie wird weicher und spannt nicht mehr. Braucht die Haut zusätzlich noch Pflege, ist auch eine fettreichere Creme erlaubt.
Dazu ist auch ein wöchentliches Peeling sinnvoll, um feine Hautschüppchen zu entfernen und den Weg zur Feuchtigkeitsaufnahme frei zu machen.

Fazit 2: Dabei darf  „Mann“ auch auf neutrale Produkte zurückgreifen, denn die klassische Männerkosmetik enthält kaum Fett – damit darf ER ruhig auch einmal tief ins Tiegelchen der Dame greifen… damit er mit der Aktion aber nicht in einen Riesen-Fett-Tiegel getreten ist, empfiehlt es sich, die Dame des Hauses vorab über seine Absichten zu informieren! Doch dann ist alles in Ordnung – denn nichts ist verführerischer als ein glattes, gut gepflegtes Gesicht!

“Everything you can imagine, nature has already created.”

Albert Einstein