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Mittwoch, 10. Oktober 2012

Das ungeliebte Tattoo muss weg!

Tätowierungen sind eine Sache fürs ganze Leben. Wer den permanenten Hautschmuck trotzdem loswerden will, braucht Geld, Geduld und eine größere Portion Leidensfähigkeit. Oder man überschminkt es ganz einfach… das Zauberwort heißt Camouflage!

Ursprünglich kommen Tattoos von Tahiti, Samoa und den pazifischen Inseln Polynesiens. Auch die Eskimos und Japaner haben eine lange Tradition im Tätowieren, hier ist diese Form des Körperschmucks sehr angesehen. Für die Einwohner waren Tattoos ein Symbol für Stärke, Fruchtbarkeit und Glück. Sie durften ihre Tätowierungen nur tragen, wenn sie bestimmte Dinge in ihrem Leben bereits erfüllt bzw. erreicht hatten, z.  B. Familiengründung, Tapferkeit, kriegerische Leistungen und einen gefestigten Charakter.

Hierzulande anno 2012 kann sich jeder ein Tattoo stechen lassen, aber nicht alle Motive sind für ein ganzes Leben geeignet: „Mein Billie-Herz“ oder „Liebste Claudia“ sind mit 30 Jahren vielleicht nicht mehr ganz so gefragt wie mit 18. Selbst wenn die Liebe geblieben ist – auf 15 Kilo mehr Bauch sieht der zierliche Stern um den Nabel nicht mehr ganz so „frisch“ aus… Und der liebe Beruf spielt auch noch mit: Eine seriöse Bankbeamtin trägt kein Tattoo auf Hals und Wange…

Eine Möglichkeit, das unbeliebte Motiv los zu werden, besteht im „Überstechen“: Gute Tätowierer zaubern aus einem Tattoo ein anderes (das hilft der Bankbeamtin zwar auch nicht, aber anderen…). Dabei kann man allerdings nur dunkler werden, was einmal schwarz war, kann nicht mehr weiß werden. Für die Entfernung ungeliebt gewordener Namen funktioniert die Methode aber ziemlich gut. Was früher z. B. als Liebesbeweis für Angelina Jolies Ex, Billy Bob Thornton galt (Tattoo „Billi Bob“), ist heute von den Geburtskoordinaten ihrer Kinder überdeckt.

Dafür hat Angelina Jolie zuvor aber einiges weglasern lassen. Um zu wissen, wie man ein Tattoo entfernen kann, muss man erst die Natur von Tätowierungen verstehen: Dabei wird nämlich mittels Punktierung ein Farbstoff in eine ganz bestimmte Schicht der Haut eingebracht, der so genannten Dermis. Bei der Entfernung werden durch mehrere spezielle Laserbehandlungen die in der Haut liegenden Farbpigmente des Tattoos so zerkleinert, dass sie durch das körpereigene Reinigungssystem abgebaut werden können. Nach und nach hellt sich die Zeichnung auf. Meist bleibt etwas zurück, manchmal auch nur eine Narbe.

Das komplette Entfernen der Tätowierung nimmt – je nach Größe des Hautschmucks – sehr viel Zeit in Anspruch, da für jede Farbe mehrere Laserbehandlungen und auch verschiedene Laser nötig sind. Weil zwischen den einzelnen Sitzungen mindestens vier Wochen pausiert werden muss, kann das Entfernen des Tattoos mitunter mehrere Monate dauern und tausende Euros kosten. Weh tut es natürlich auch.

Bleibt die Möglichkeit, Tätowierungen zu überschminken – z. B. für spezielle Anlässe wie eine Hochzeit oder für einen wichtigen Termin. Das Zauberwort in der alles abdeckenden Kosmetik heißt Camouflage. Und das Beste daran: Die Produkte sind wasserfest und sogar saunatauglich. Das Auswählen der exakten Farbnuance und das Auftragen wollen allerdings gelernt sein – am besten, man geht mit seinem Anliegen zu einem Profi, der einem vorführt, wie man’s anschließend selber macht.

“Everything you can imagine, nature has already created.”

Albert Einstein