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Donnerstag, 25. Oktober 2012

Sind elektrische Zahnbürsten wirklich besser?

In immer mehr Badezimmern ersetzt die elektrische Zahnbürste die Pflege mit der Hand – immer öfter wird gerüttelt statt geschrubbt. Doch bietet die elektrische Zahnbürste tatsächlich die bessere Mundhygiene oder kann man damit sogar den eigenen Zähnen sogar schaden?

Die meisten Kunden, die eine elektrische Zahnbürste kaufen,  entscheiden sich für eine mit rotierendem Bürstenkopf. Eine Weiterentwicklung davon sind die so genannten Schallzahnbürsten, deren Bürstenkopf mit einer Schwingungsfrequenz von 250 bis 300 Hertz reinigt.
In der nächsten „Liga“ findet sich die Ultraschallzahnbürste – sie erreicht eine Schwingungsgeschwindigkeit von 300 bis zu 1,5 Millionen Hertz, wobei die Zähne durch eine spezielle Paste, die auf die Zahnbürste aufgetragen wird, gereinigt wird – der Belag auf den Zähnen wird also durch eine chemische Reaktion entfernt.

Der Vorteil dieser neuen Zahnbürstengenerationen liegt auf der Hand: Sie putzen wesentlich genauer als herkömmliche Produkte. Um diesen Effekt weiter zu verstärken, drücken viele Menschen fest an – und begehen damit einen schweren Fehler: Sie putzen sich den Zahnschmelz weg! Und das selbst dann, wenn der Bürstenkopf als „ultra sensitiv“ angepriesen ist. Das Ergebnis sind Zähne, die vor Reizen und Schädigungen sowie vor dem Befall von Karies und vor Kälte nicht mehr ausreichend geschützt sind. Je mehr Putzkörper eine Zahncreme enthält (z. B. bei Raucher- oder Zahnsteinzahncremes), desto größer ist die Gefahr übrigens.

Eine solche Schädigung des Zahnschmelzes ist nicht mehr rückgängig zu machen. Spezielle Zahncremes, die Fluor enthalten helfen jedoch, neuen Zahnschmelz aufzubauen. Oder der Zahnarzt trägt spezielle Präparate (vor allem an den Zahnhälsen) auf. Lästig ist es allemal.

Die Zahnbürste darf auf dem Zahn nur „tanzen“, man darf sie nicht anpressen. Das gilt auch für herkömmliche Varianten – empfindliche Zähne, aber auch Zahnfleischschwund und lange Hälse sind meist das Ergebnis falscher Putztechniken. Oder zu langen Putzens – über zwei, drei Minuten Zähneputzen sind nicht anzuraten, denn sauberer als sauber wird der Zahn nun einmal nicht.

Wer Zweifel in Bezug auf die eigene Putztechnik hat, lässt sich am besten vom Zahnarzt seines Vertrauens beraten. Abgesehen vom guten Rat, doch auch Zahnseide und Mundspülungen zu verwenden, kommt dann oft die „Mischvariante“ zur Sprache. Das heißt: Man nutzt erstens eine (ultrasensitive) elektrische Zahnbürste, deren Bürstenkopf man in Größe und Form gut handhaben kann (und natürlich Zahnseide und Spülungen). Nach einigen Monaten wird man merken, dass die großartige Glätte auf den Zähnen aber einer leichten Rauheit weicht. Trotz elektrischer Zahnbürste. Damit das Phänomen wieder verschwindet, greift man allwöchentlich einmal zur händischen Zahnbürste, das ergänzt sich super. Und drittens lässt man sich die Zähne alle halben Jahre vom Zahnarzt reinigen. Damit auch Zahnstein und damit Zahnfleischprobleme keine Chance haben.

“Everything you can imagine, nature has already created.”

Albert Einstein